Startseite » Reportagen » Gleich mehrere Filialen erstrahlen in neuem Glanz

Gleich mehrere Filialen erstrahlen in neuem Glanz

29.03.2010

„Wer im Konkurrenzkampf überleben will, muss einen topmodernen Laden bieten. Der Laden darf nicht nur ein Verkaufsraum, er muss etwas Besonderes sein“. Helmut Königsbauer weiß, wovon er spricht. Seit über vier Jahrzehnten führt er erfolgreich die Metzgerei Königsbauer mit inzwischen über 80 Filialen in Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz. Ständig mit dem Ziel vor Augen seine Betriebe zu verbessern, um auch in der Zukunft den gleichen Erfolg zu haben wie in der Vergangenheit.

Um diesen Erfolg dauerhaft zu sichern, weiß der erfolgreiche Unternehmer wie wichtig moderne Ladengeschäfte sind. „Sowohl, was das Konzept betrifft, als auch in punkto Design hat jeder Laden und jede Theke seine ‚Ablaufzeit’“, erklärt Helmut Königsbauer. Erfolg verlange nach Investitionen. „Aber“, so Königsbauer weiter, „es sind dennoch langfristige Investitionen, da ein baulich und technologisch gut durchdachter Laden zirka 15 Jahre ohne größere Reparaturen und Nachbesserungen auskommt. Außerdem rentiert sich ein Ladenumbau immer. Bei all unseren Filialen haben wir nach dem Ladenumbau eine Umsatzsteigerung von 35-40 %“. Bereits seit vielen Jahren arbeitet er bei der Konzeption seiner Filialen mit AICHINGER aus Wendelstein zusammen. Die Konzepte für die unterschiedlichen Standorte überzeugten am meisten. „Während andere Anbieter oft Standardmodelle anboten, wurden wir bei AICHINGER immer individuell beraten“, ergänzt Königsbauer.

Starkes Wachstum und dennoch Familienbetrieb

Helmut Königsbauer stammt selbst aus der Landwirtschaft und hatte daher schon immer eine enge Verbundenheit zu den niederbayerischen Bauern. Aus eigenem Antrieb und auf Wunsch seines Vaters erlernte er das Metzgerhandwerk, sammelte in München, Bad Wörishofen, Augsburg, Mindelheim und Passau praktische Erfahrungen als Geselle. Nach erfolgreichem Abschluss der Meisterprüfung eröffnete er 1965 seine eigene Metzgerei in Passau am heutigen Firmenstammsitz. Nach elf Jahren Selbstständigkeit wurde die neue Produktionsanlage mit 900 qm Betriebsfläche gebaut und es erfolgte die Gründung der ‚KÖPA Fleischwaren GmbH’. „Der Name KÖPA passte damals einfach in die Zeit. Er war kürzer, griffiger als ‚Königsbauer aus Passau’ und hat mich von anderen Metzgern abgehoben“, erklärt der Firmengründer. Inzwischen ist man wieder zum ursprünglichen Familiennamen zurückgekehrt. „KÖPA passt heute nicht mehr so gut in die Zeit. Es klingt für viele Kunden zu sehr nach Industrie. Mit der Rückkehr zu unserem Familiennamen wollten wir auch verdeutlichen, dass wir immer noch ein handwerklich arbeitender Familienbetrieb sind“, erläutert Helmut Königsbauer.

Nach der Erweiterung der Produktionsanlage kamen im Laufe der Jahre immer mehr Filialen hinzu, um die Produktion völlig auszulasten. Gut zehn Jahre später reichten jedoch selbst diese Kapazitäten nicht mehr aus. Es erfolgte 1987 der Bau einer völlig neuen Produktionsstätte mit einer Gesamtbetriebsfläche von 4800 qm, die 1996 nochmals erweitert wurde, auf dann 6400 qm. Die Anforderungen für die EU-Zulassung wurden durch diese Umbauten bereits vor über zehn Jahren erfüllt, so dass hierfür im letzten Jahr keine weiteren Baumaßnahmen nötig wurden. Im Laufe der Jahre kamen auch immer neue Filialen hinzu. Aus kleinsten Anfängen hat sich so über die Jahrzehnte die Metzgerei Königsbauer zu einem Filialbetrieb mit über 80 Geschäften und über 450 Mitarbeitern in Produktion, Verwaltung und Verkauf entwickelt. Mit zufriedener Zwischenbilanz stellt Helmut Königsbauer fest: „Ich habe mein Lebensziel erreicht“. Dabei ist es ihm stets gelungen unternehmerische Tätigkeit und ehrenamtliches Engagement in Einklang zu bringen. Besonders bei der Ausbildung geht der Obermeister Helmut Königsbauer der Innung Passau mit gutem Beispiel voran: Jährlich werden etwa 20 bis 30 Lehrlinge ausgebildet.

Erfolgsrezept Fachzeitschriften

Produktionsseitig und technologisch war die Metzgerei Königsbauer von jeher ein außergewöhnlich starkes Unternehmen. Gleichzeitig auch ein starkes Filialnetz zu etablieren muss als besondere Leistung gewürdigt werden. „Es ist im Prinzip ganz einfach. Wir sind Allrounder. In der heutigen Zeit geht es für Metzger darum gute Wurst zu machen, ein gutes Image zu haben, um so die Kunden an das Unternehmen zu binden“, gibt Helmut Königsbauer bescheiden Auskunft über seinen Erfolg. „Diese Vielseitigkeit zeigen wir auch immer noch beim Fleisch. Der Fleischanteil liegt in unseren Filialen im Durchschnitt bei 40%, weil wir immer das gesamte Sortiment anbieten. Viele Kollegen verzichten inzwischen auf bestimmte Produkte, weil sie sagen, dass sie beim Frischfleisch kein Geld mehr verdienen. Ich denke damit gibt der Fleischer seine Kernkompetenz aus der Hand“.

Um den Erfolg zu sichern, besucht er selbst nach wie vor Lehrgänge und Seminare, und bietet dies auch für seine Angestellten an. Sowohl für die Mitarbeiter der Produktion, wie für die im Verkauf. „Wer langfristig Erfolg haben will braucht nicht nur gute Qualität, sondern vor allem auch gutes Personal. Die Verkäuferinnen und Verkäufer sind der verlängerte Arm von Chef und Chefin“, verrät er eines seiner Erfolgsrezepte. Der Obermeister geht hier selber immer mit positivem Beispiel voran: So hält er selbst Vorträge zu Themen wie „Wo liegt die Zukunft für Metzgereien“. Zuletzt etwa auf dem Deutschen Fleischerkongress in Frankfurt. Und besonderen Wert legt der Inhaber auf die Lektüre von Fachzeitschriften. „Ich lese immer noch jede Fachzeitschrift. Ich lese mit Genuss, suche immer nach Anregungen für unsere eigenen Geschäfte und freue mich immer auf die Lektüre am Abend. Das ist für mich pure Freude. An diesem Punkt sollte eine Metzgerei nicht sparen, weder am Abonnement, noch an der zu investierenden Zeit“, so Königsbauer.

Zukauf beim Kollegen

Das Modell „Zukauf beim Kollegen“ sieht er besonders für Metzger mit wenigen Filialen als Zukunftschance. „Bei einer Metzgerei mit nur einem Geschäft liegt genau hier die Chance zur besseren Wirtschaftlichkeit. Eigenproduktion in Kleinstmengen bringt immer auch höhere Energiekosten und höhere Personalkosten“, berichtet der Metzgermeister. So kommt die eigene Produktion vielen Fleischerfachgeschäften teuer zu stehen. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen von Fleischerfachgeschäften bestätigen diese Einsparungen immer wieder. „Viele Fleischer scheuen sich davor, weil sie glauben sie wären dann keine richtigen Metzger mehr. Wirtschaftlich wäre es für viele aber sinnvoll, bei größeren Kollegen einzukaufen“, so Helmut Königsbauer, der selbst eine Reihe von Spezialitäten bei befreundeten Fleischer-Unternehmen zukauft. „Niemand macht alles am Besten“, weiß der Metzgermeister.

Zukunft der Branche

Nicht nur mit der Zukunft seines eigenen Betriebs beschäftigt sich der Innungsobermeister. Gerade die von AICHINGER in den Fokus gerückten Zukunftskonzepte für Metzgereien hält er für besonders wichtig: „Ernährungsberatung ist heute schon ein ganz wichtiger Faktor in Metzgereien, und dieser wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die Fleischereien haben die Kompetenz für gutes, preiswertes Essen. Sie müssen aber noch viel deutlicher machen, dass sie auch die Kompetenz in Sachen gesunder Ernährung haben“ laut Helmut Königsbauer.

Auch Kooperationen, beispielsweise mit Bäckern, können für eine Metzgerei ein lukratives Zusatzgeschäft werden. „In unserem Hauptgeschäft liegt der Anteil der Backwaren am Gesamtumsatz inzwischen bei 35 %. Die Kunden können ihre Einkäufe auf diese Weise schön kombinieren“, erklärt er die Vorteile der neu integrierten Bäckerei-Ecke mit Backstation, damit den Kunden auch hier absolute Frische garantiert werden kann. Da die Umsätze für Metzgereien mit diesen Zusatzgeschäften so stark sind, war auch die Überlegung, diesen Teil der Metzgerei an einen Bäcker unterzuvermieten, schnell wieder vom Tisch.

Und als Obermeister der Fleischer-Innung Passau beschäftigt er sich natürlich auch mit der Situation für den Nachwuchs. „Gerade bei der Übergabe von Familienbetrieben haben wir häufig das Problem, dass die Eltern in den letzten Jahren vor der Übergabe nichts mehr in das Geschäft investieren. Die Senioren müssen einen modernen Laden und eine gut ausgestattete Produktion übergeben, nur so kann die Nachfolgegeneration auch Erfolg haben. Es kann nicht gut gehen, wenn ein junger Metzgermeister sich gleich zu Beginn seines Berufslebens sehr hoch verschulden muss. Das Nest für den Nachwuchs muss weich und warm sein“, bricht Königsbauer eine Lanze für eine faire Firmenübergabe.

Kontrolle vom Landwirt bis zur Theke

An den Grundprinzipien der Metzgerei Königsbauer hat sich bis heute nichts geändert. Produziert wird nach alten, bewährten Rezepturen wie vor über 40 Jahren. Dabei ist die Wurst zum größten Teil glutenfrei, es werden keine zusätzlichen Geschmacksverstärker und kein zusätzliches Glutamat verwendet. Bereits die Mast der Tiere erfolgt in enger Abstimmung mit den Bauern. Und mit dieser Philosophie ist die Metzgerei Königsbauer nicht nur bei den Kunden erfolgreich, die ihn zur heutigen Größe als Metzger der Region werden ließen: Zahlreiche Preise und Auszeichnungen hat sich die Metzgerei über die Jahrzehnte verdient. Zuletzt wurde Königsbauer in den Niederlanden Europapokal-Sieger. In 13 von 16 Kategorien errang der Betrieb die Goldmedaille. In den drei übrigen reichte es für Silber. Und dennoch ist der Chef nicht ganz zufrieden: „Mit Silber bin ich nicht zufrieden. Mich interessiert nur Gold“!

Hohe Ansprüche, hohe Gewinne

Und wer solch eine Einstellung vertritt hat auch beim Ladenbau besondere Ansprüche: „AICHINGER ist der einzige Ladenbauer, der wirklich moderne Läden baut. Und es sind die einzigen, die auch beim technischen Know-How auf höchstem Niveau agieren“, lobt der Metzgermeister die Vorteile seines langjährigen Partners. Ein besonderes Lob verdient sich da der Außendienstmitarbeiter Georg Oberloher: „Er ist selber Metzgermeister der dann die Seiten gewechselt hat. Er ist vom Fach. Er weiß daher auch genau worauf es ankommt. Da war sofort eine Vertrauensbasis da“.

„Der Umbau des Ladens war die vollkommen richtige Entscheidung und im Nachhinein ein absoluter Glückstreffer“, so Georg Oberloher. „Wenn man einen neuen Laden baut und Geld investiert, erhofft man sich davon natürlich auch eine entsprechende Umsatzentwicklung. Und hier haben sich die Investitionen in eine hohe Funktionalität absolut bezahlt gemacht“, freut sich der AICHINGER-Berater.

Auch bei der technischen Ausstattung der Kühltheke hatte der Ladenbauspezialist aus Wendelstein die Nase vorn: Das Umluftkühlen der AICHINGER-Baureihe SIRIUS® plus überzeugt den anspruchsvollen Firmengründer schon seit Jahren. „Die Sicherheit für Kunden und Ware muss immer oberste Priorität haben. Daher streben wir im Bereich Hygiene immer die optimale Lösung an“, berichtet Helmut Königsbauer. Der wirtschaftliche Erfolg dieses Kühlsystems für die Fleischer-Fachgeschäfte ergibt sich durch eine reduzierte Austrocknung der Ware und eine verlängerte Frischhaltung.

Einheitliches Design = hoher Wiedererkennungswert

Neben der Funktionalität muss ein Laden aber vor allem durch sein Design überzeugen. In den neuen Königsbauer-Läden ist hier ein besonderes Kunststück gelungen, und das obwohl - oder vielleicht gerade weil – hier keine klassischen Motive eingebaut wurden: Jeder Laden hat nach wie vor seinen individuellen Charme, dennoch bekommen die neuen Läden bestimmte Elemente, die für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen. So sind die Großfotos an den Ladenrückwänden zu einem unverwechselbaren Erkennungsmerkmal für jeden Königsbauer-Laden geworden. „Wir kreieren hier bewusst eine Art ‚Corporate Design’“, erklärt Georg Oberloher. „Bei so vielen Filialen ist es wichtig, dass man einheitliche Elemente mit einbringt, die in jedem Geschäft komplett identisch sind“, ergänzt Helmut Königsbauer die Merkmale seiner neu gestalteten Geschäfte. Das Sortiment ist an die Bedürfnisse des jeweiligen Standortes angepasst, die konkreten Umbaumaßnahmen werden an die Gegebenheiten vor Ort angeglichen, aber Theke und Ladengestaltung bleiben einheitlich.

Auch die Zukunft ist königlich

Damit auch in der Zukunft der erfolgreich eingeschlagene Weg fortgesetzt wird, wurden schon weitere Pläne für die Zukunft geschmiedet. Zu Beginn des neuen Jahres wurden beispielsweise Filialen von kleineren Konkurrenten ins eigene Filialnetz integriert, die wegen der EU-Zulassung ihren Betrieb nicht mehr weiterführen wollten.

Helmut Königsbauer hat auch nach über vier Jahrzehnten die Zukunft seiner Metzgerei fest im Blick: „Der Bereich Bio wird sicher weiter ansteigen. Zwar nicht sprunghaft, aber langsam und stetig. Wir haben diese Artikel bereits im Sortiment und werden uns hier auch in Zukunft verbessert aufstellen“. Eine weitere Wachstumschance für sein Unternehmen sieht er in Geschäften mit Großhandelsgesellschaften, besonders im Bereich Schinken. Den Erfolg in diesen Bereichen will er in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft und der Betrieb hält mich fit und vital. Ich brauche diese Aufgabe“.

Autor: Michael Berkemeier

Presseservice

Fritz Gempel Marketing Works
Hoefener Str. 10
90763 Fuerth

Telefon: 0911/7660089-0
Telefax: 0911/7660089-9

E-Mail: fritz.gempel@gempel.de
Internet: www.gempel.de oder www.presseservice-gempel.de